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Sportklub!
Zur Gründung eines Sportklubs werden Interessenten zu der am Samstag, den 5. Mai, abends 9 ½ Uhr stattfindenden Versammlung im Hotel „Adler“, oberes Zimmer, höflichst eingeladen.
Der Einberufer.


Der Versuch scheint gescheitert zu sein, denn im August 1906 trafen sich die Interessenten in der Brauerei Buchheit erneut und ließen dem FKZ die „Bavaria“ folgen. Die Aufstellung einer Mannschaft fiel zunächst schwer, ehe durch den Zugang der Absolventen der Realschule genügend Spieler vorhanden waren und die ersten Wettspiele wieder ausgetragen wurden. Nach der Generalversammlung vom 17. Februar 1907 standen folgende Männer dem Verein vor: 1. Vorsitzender: Heinrich Hartmann, 2. Vorstand: Hill, 1. Schriftführer: Herzhauser, 2. Schriftführer: Heim, 1. Kapitän: Schiffer, 2. Kapitän: Fent, Kassierer: Bauer, Gerätewart: Klausmann.

Spielermangel kannte die Bavaria nicht, das beweisen die 2. Mannschaften, die schon im Februar zur Verfügung standen. Im ersten Spiel gegen Saar 05 Saarbrücken verloren die Zweibrücker hoch und auch beim Sportclub Pirmasens fiel mit 0:9 die Niederlage recht klar aus. Das Rückspiel sah eine wesentlich bessere Bavaria-Elf am Werk, die bei strömendem Regen und schlechten Platzverhältnissen ein 2:2 erzielte. Recht spielstark erwies sich die Mannschaft in den nächsten Spielen. Die aus den beiden Vereinen Sportklub und Borussia neu erstandene „Borussia“ Neunkirchen weilte am 16. Juni 1907 in Zweibrücken und auch sie musste bei der 1:3 Niederlage die Überlegenheit der Bavaria anerkennen.

Wie sehr sich der Fußball auch in Zweibrücken gemausert hatte, bestätigte die Aufgeschlossenheit der höheren Lehranstalten dieser Sportart gegenüber. Das Gymnasium erstellte eine eigene Fußballriege, die anlässlich des Sommerfestes des Turnvereins gegen das Realgymnasium Neunkirchen spielte und 1:4 verlor. Das 1. Stiftungsfest der Bavaria fand am 29. September statt, bei dem erstmals die Jugendmannschaft in Aktion trat. Die aktiven Mannschaften trafen bei dem Fest auf Borussia Neunkirchen (2.) und Saar 05 Saarbrücken (1.).

Im gleichen Jahr löste sich der „Verband Pfälzischer Vereine für Bewegungsspiele“ auf und schloss sich dem Verband Süddeutscher Fußballvereine an. Damit verbunden war eine Einteilung in Gaue, die Pirmasens, Zweibrücken und Landau zusammenführte. Das Jahr 1908 verlief etwas ruhiger, dafür tat sich ein Jahr später wieder allerhand. Die Generalversammlung fand am 14. Januar im Klublokal Adler statt, die folgende Männer in die Vorstandschaft wählte: 1. Vorstand: Ferdinand Haag, 2. Vorstand: Edgar Bauer, 1. Schriftführer: Jakob Benoit, 2. Schriftführer: Ludwig Franck, Kassierer: Fritz Klausmann, 1. Spielführer: Jakob Papst, 2. Spielführer: Otto Clemens.
Die neue Vorstandschaft war sehr rührig und schon am 21. Februar war es der FK Pirmasens, der in Zweibrücken weilte und mit 5:1 die Oberhand behielt. Für die Vielseitigkeit und Aufgeschlossenheit der Bavaria spricht auch die Gründung eines Vereinsorchesters, das bei dem 2. Stiftungsfest im Löwenburgsaal debütierte. Das neue Verbandsspieljahr brachte nicht die auf Grund der Freundschaftsspiele erwarteten Erfolge. Umso angenehmer wurde der 3:1-Sieg über den FC Rheingönheim registriert. Zwischendrin lagen viele verlorene Spiele und erst das 2:2 gegen FK Homburg am 20. März deutete an, dass die Stagnation überwunden ist.


Aktualisiert (Freitag, den 19. September 2008 um 13:16 Uhr)